Foto: Ingo Gottlieb

Franckesche Stiftungen

Franckeplatz 1, 06110 Halle (Saale)
0345 2127450
Tram 1, 3, 4, 7, 8, 9, 16 (Franckeplatz)
Bus 306, 308, 309, 312, 320 (Franckeplatz)
Innenstadt zu Fuß
www.francke-halle.de
Die Franckeschen Stiftungen sind mit ihren historischen Sammlungen in barocker Schularchitektur, ihren Ausstellungen sowie pädagogischen und sozialen Projekten weit mehr als ein Museum und beteiligen sich an aktuellen gesellschaftlichen Debatten.
  • 17. März 2023 - 19. März 2023 | Festival | Vortrag / Lesung | Gedenkveranstaltung | Vorführung | Aktion

    Streitbar: Eröffnung des Jahresprogramms 2023

    Herzstück der jährlichen Francke-Feier ist die Festveranstaltung am Samstag, mit der die Franckeschen Stiftungen in ihr Jahresprogramm starten: Der gesellschaftliche Diskurs ist rauer geworden. Doch offene Gesellschaften müssen Kontroversen aushalten, diese sind ein Zeichen für eine funktionierende Demokratie. Das Programm der Stiftungen möchte deshalb die Kultur des Streitens als ein konstitutives Element in den Blick nehmen und danach fragen, warum wir Streit brauchen und was „Streitkultur" eigentlich ausmacht. Neben der Festveranstaltung gehören zu den Höhepunkten der Francke-Feier auch Führungen durch die neue Jahresausstellung, Kinderaktionen im Krokoseum, die Gedenkstunde am Francke-Denkmal, Schaubacken und Café am historischen Holzbackofen sowie der Festgottesdienst in der Marktkirche.

  • 18. März 2023 - 4. Februar 2024 | Ausstellung

    Streit. Menschen, Medien, Mechanismen im 18. Jahrhundert und heute

    Über das Streiten wird viel und ausgiebig gestritten. Was sind die Grenzen des Sagbaren – wo endet konstruktive Diskussion und wo beginnen persönliche Beleidigung und Herabsetzung? Die Jahresausstellung wird diesem gesellschaftlich höchst aktuellen Thema historische Tiefe verleihen und das Streiten der Gegenwart mit dem Streiten des Jahrhunderts der Aufklärung anschaulich und interaktiv in Beziehung setzen. An konkreten Streitfällen, den dafür genutzten Medien sowie den beteiligten bzw. betroffenen Menschen geht die Ausstellung den Mechanismen des Streits nach. Sie geht an die Orte, an welchen er ausgetragen wird – auf den Markplatz, in den Hörsaal, an den Königshof, in die Oper, ins Fußballstadion, auf das heimische Sofa mit Blick auf den Screen – und trifft dort auf Besucher, die die konstruktive Auseinandersetzung nicht scheuen.

  • 20. April 2023 - 5. November 2023 | Ausstellung

    Vereine: Zusammenhalt – Konkurrenz – Wettbewerb (1843–1936)

    Der politische Aufbruch in der Mitte des 19. Jhs. begünstigte die Entstehung von Schülervereinen. In den Stiftungen bildete sich mit elf sportlichen, drei musischen, drei wissenschaftlichen und zwei religiösen Verbindungen ein besonders reiches Vereinsleben aus. Das Ziel dieser Gemeinschaften war die Erziehung ihrer Mitglieder zu Ordnung und Disziplin, Verantwortungsgefühl und kameradschaftlichem Umgang. In der Ausstellung werden Fotos, Berichte, Plakate und Dokumente aus dem Schularchiv gezeigt, die das Wirken der Schülervereine zwischen 1843 und 1936 dokumentieren.

  • 16. Mai 2023 | Vortrag / Lesung

    Gegen ein lähmendes „Weiter so“: Schriftsteller Ingo Schulze zu Gast

    Ingo Schulze, geb. 1962, stammt aus Mitteldeutschland, seine Mutter ging in den Franckeschen Stiftungen zur Schule. Er wächst in einer gläubigen Familie auf, kann sich sogar vorstellen, Pfarrer zu werden. Sein erstes Buch "Simple Storys" wurde ein Besteller, in 30 Sprachen übersetzt und ist heute Schullektüre. Er erhielt zahlreiche Preise, 2020 wurde er für sein Engagement als politischer Autor mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. In seinen Romanen analysiert Schulze kritisch die Zustände in Deutschland, einfachen Antworten misstraut er. In seinem neuesten Essay-Band „Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte …" beleuchtet er u. a. die Konsequenzen der zunehmenden Polarisierung und Radikalisierung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Ingo Schulze ist zu Gast in der Persönlichkeiten-Reihe in Kooperation mit MDR Kultur.

  • 14. November 2023 | Vortrag / Lesung

    Streiten auf Augenhöhe: Moderator Frank Plasberg zu Gast

    Über 20 Jahre hat der Journalist Frank Plasberg die Polittalkshow „hart aber fair" moderiert und das Format durch seine Streitkultur geprägt – er gilt als der „härteste" Politikmoderator im deutschen Fernsehen. Plasberg diskutierte hier mit prominenten Gästen aktuelle und kontroverse Themen und war bekannt dafür, stets kritisch nachzuhaken: Jeder Gast muss so lange Auskunft geben, bis die gestellte Frage wirklich beantwortet ist, so sein Motto. Für die Moderation von „hart aber fair" erhielt er u.a. den Adolf-Grimme-Preis, zudem wurde er 2006 als „Politikjournalist des Jahres" ausgezeichnet. Das „Was" und „Wie" des Streitens, seine Erfahrungen mit den klassischen Medien sowie seine biografischen Stationen werden im Persönlichkeiten-Gespräch im Mittelpunkt stehen.